Annalisa Degenhard
Ich bin Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gruppe Mensch-Computer-Interaktion (HCI), der ich seit Juli 2022 angehöre. Meine aktuelle Forschung konzentriert sich auf Präsenz und Traumatherapie in der virtuellen Realität – dabei untersuche ich, wie Nutzer je nach ihrem Präsenzgefühl mit virtuellen Umgebungen interagieren.
Bevor ich mit meiner Promotion begann, habe ich sowohl meinen Bachelor- als auch meinen Master-Abschluss in Medieninformatik an der Universität Ulm gemacht. Ich habe mich auf Usability Engineering und die Entwicklung mobiler Anwendungen spezialisiert. Für meine Bachelorarbeit habe ich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biochemie und Molekularbiologie eine gamifizierte mobile App entwickelt, die Studierenden der Biochemie bei der Vorbereitung auf ihre Prüfungen hilft. Während meines Masterstudiums habe ich in Zusammenarbeit mit der Schultech GmbH ein mobiles Support-Tool für Lehrkräfte entwickelt, das die Handhabung technischer Geräte im Unterricht vereinfachen soll.
Präsenz Modell
Wie können wir Präsenz in Bezug auf das Auftreten verschiedener Arten von Unterbrechungen der Präsenz konzeptualisieren?
Bewegung in begrenztem physischen Raum
Wie interagieren Nutzer mit virtuellen Umgebungen, wenn der physische Raum begrenzt ist?
Realitätsnähe in VR
Was verstehen verschiedene VR-Nutzer unter Realismus?
Aktuelle Forschung
Präsenz
Mein Ziel ist es, Ansätze für Präsenz zu finden, die sich mehr auf die Symptome von Präsenzunterbrechungen als auf die Erfahrung des Daseins selbst konzentrieren. Basierend auf diesem Ansatz wird ein Fragebogen entwickelt, der eine umfassendere Bewertung von VR-Erfahrungen ermöglicht, selbst für VR-Neulinge.
Aktuelle Forschung
Trauma Therapie
In Zusammenarbeit mit dem Bundeswehrkrankenhaus in Ulm und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm versuchen wir zu verstehen, wie VR-Expositionsszenarien gestaltet sein sollten, um eine wirksame Therapie zu ermöglichen und gleichzeitig Sicherheit und Akzeptanz zu optimieren. In Zusammenarbeit mit den betroffenen Patienten untersuchen wir die Bedürfnisse der Nutzer und die Auswirkungen verschiedener Strategien zur Einstufung der Expositionsstufen.
VR Exposition für C-PTSD
Wie sollten VR-Expositionsszenarien gestaltet werden, um den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden und gleichzeitig die Wirksamkeit und Sicherheit der VR-Expositionstherapie zu optimieren?
AI-basierte Phobie Diagnose
Inwieweit ist KI in der Lage, Phobien anhand physiologischer Rückmeldungen zu erkennen?
Veröffentliche Forschung
Präsenz
Annalisa Degenhard, Ali Askari, Michael Rietzler, Enrico Rukzio
In Proceedings of the 2025 CHI Conference on Human Factors in Computing Systems (CHI ’25)
- Die Sensibilität und Akzeptanz der Nutzer variiert stark je nach Wahl des Präsenzfragebogens.
- Einzelne Skalen können zu größerer Unsicherheit führen, bieten jedoch eine allgemeinere Sensitivität.
- Eine höhere Empfindlichkeit muss nicht unbedingt eine bessere Übereinstimmung mit der tatsächlichen Erfahrung der Benutzer bedeuten.
Aktuelle Ereignisse

Deutsche Pre CHI 2025 in Siegen
Ich hatte die Ehre, meinen Vortrag über die Sensibilität und Akzeptanz von Präsenzfragebögen zu halten.

Paper veröffentlicht bei CHI'25
Unser Beitrag über die Sensibilität und Akzeptanz von Präsenzfragebögen wurde bei CHI'25 angenommen und wird am 30. April 2025 in Yokohama vorgestellt!

Workshop zu generativer KI und Barrierefreiheit
Unser erweiterter Abstract wurde bei CHI'25 angenommen. Ich freue mich auf inspirierende Diskussionen über den Einsatz generativer KI in der Traumatherapie!
